Skybeard ist da: das erste Spiel von realmaker

Was als Machbarkeitsstudie begann, ist jetzt ein fertiges Spiel im App Store und bei Google Play: Skybeard, das erste Spiel von realmaker. Ein alter Erfinder, elf Flugmaschinen und ein einziger Finger – und für mich der Gipfel des Mediendesigns.

Professor Skybeards Traum vom Grande Finale: alle elf Flugmaschinen fliegen in zwei Reihen über einen Abendhimmel voller Wolken, dazwischen Zahnrad-FeuerwerkKI-generiert
Inhalt

Der Gipfel des Mediendesigns

Ich bin sehr stolz auf das erste Spiel von realmaker. Game Design war für mich immer ein bisschen der Gipfel des Mediendesigns: Jede kleinste Entscheidung, jede Funktion, jedes Design und das Gesamtkonzept bekommt der Spieler unmittelbar zu spüren. Man muss auf jeder Ebene liefern – grafisch, technisch, audiovisuell. Am Ende entsteht eine Erfahrung, die nur eine Aufgabe hat: den Spieler zu unterhalten.

Von der Skizze in die Stores

Angefangen hat alles vor sechs Jahren mit einer Skizze: Meine Frau hat den Professor zum ersten Mal gezeichnet. Daraus wurden nach und nach die Idee eines Ein-Finger-Flugspiels, viele Prototypen, eigene Spielmechaniken für jede Maschine und lange Test- und Abstimmungsphasen.

Was eigentlich als Machbarkeitsstudie begann, ist am Ende tatsächlich als fertiges Spiel in den Stores gelandet: seit dem 15. Oktober im App Store für iPhone und iPad, seit dem 17. Oktober bei Google Play für Android. Apps für Apple entwickle ich seit 2011 – trotzdem bin ich um einige Erfahrungen reicher und habe viel über Spieleentwicklung, Engines, Stores und das Veröffentlichen dazugelernt. Das kommt auch meinen Kundenprojekten zugute; mehr dazu unter Desktop-Software & Apps.

Der Story-Trailer

Professor Skybeard träumt vom Grande Finale: einem Flug mit allen elf Maschinen, die er gebaut hat. Fliegen muss sie allerdings jemand anderes. Der Story-Trailer erzählt, wie der Weg dorthin aussieht.

Der Story-Trailer zu Skybeard. Er enthält auch Szenen, die nicht aus dem Spiel stammen.

Ein Finger, elf Flugmaschinen

Professor Skybeard ist ein alter Erfinder mit langem weißem Bart und Fliegermütze. Er baut die Flugmaschinen, Sie fliegen sie als sein Testpilot. Jede Maschine steuert sich mit nur einem Finger, aber jede ganz anders. Kaum hat man eine im Griff, muss man sich in die nächste neu einfühlen:

  • Zeppelin: Halten lässt ihn steigen – träge, der Auftrieb dreht nur langsam um.
  • Raumschiff: Halten gibt Schub nach oben.
  • Sportflieger: Halten hebt die Nase, aber Steigen kostet Tempo.
  • Pfeilgleiter: Halten zieht ihn schräg nach oben, ohne Trägheit.
  • Segelflieger: umgekehrt – Halten heißt Sturzflug, nur der Schwung trägt.
  • Magnetkapsel: Der Finger über der Kapsel zieht sie hoch; der Abstand bestimmt die Kraft.
  • Ornithopter: Jedes Tippen ist ein Flügelschlag, die Ausdauer will eingeteilt sein.
  • Sprungfeder: Halten spannt die Feder, Loslassen lässt sie springen.
  • UFO: Tippen dreht die Schwerkraft um.
  • Stern: Oben tippen geht es hoch, unten tippen runter.
  • Ballon: Tippen zündet den Brenner – der wirkt verzögert nach.

Fünf Welten und das Grande Finale

Die Reise führt durch fünf Welten mit je zehn Leveln, und jede Welt bringt ihre eigene Mechanik mit:

  • Hügelland: der Einstieg, am Ende der Aufstieg über die Wolken zum Gipfel.
  • Küste: Sturmböen mit Vorwarnung, Felsformationen und Höhlen mit einer Schatzgrotte unter Wasser.
  • Wüste: Hitzefelder mit Thermik, Sandsturm und Kamele.
  • Nachthimmel: Dunkelheit, Leuchtfeuer, die den Weg erhellen, und Sternschnuppen.
  • Gewitter: Blitze im Takt, Rückenwind und Stromschläge, die oben und unten vertauschen. Mittendrin: Benji, der Hund des Professors mit dem blauen Schal.

Am Ende wartet das Grande Finale: alle elf Maschinen nacheinander, 99 Tore, quer durch alle Welten. Jedes Level hat drei Durchgänge – vom Erkunden mit Checkpoints über die Bewährung bis zum Meisterflug ohne Netz – und fünf Sterne, darunter einen Geheimstern für die Mutigen.

Mit den Zahnrädern, die es fürs Fliegen gibt, baut man in der Werkstatt neue Maschinen, lackiert sie in Chrom und Gold und kleidet den Professor ein: acht Bärte, neun Kopfbedeckungen, acht Flugspuren. Dazu kommen eine Flugschule mit 33 Lektionen, für jede Welt ein Endlos-Modus und ein Bonus-Fest sowie das Tagebuch des Professors: 24 Seiten mit seinen Gedanken zu den Maschinen, mit einem Augenzwinkern.

Schwer, aber fair

Skybeard ist nicht leicht, und das ist Absicht. Fair bleibt es trotzdem: Jedes Level hat ein Computer-Pilot mit Sicherheitsabstand durchflogen, bevor es ins Spiel kam. Und ich natürlich auch – so oft, bis mir mein eigenes Spiel am Ende fast keinen Spaß mehr gemacht hat. Nach einem Absturz geht es sofort weiter, ohne Wartezeit. Und festfahren kann man sich nicht: Das nächste Level öffnet schon ab einem Stern, und nach fünf Fehlversuchen darf man ein Level überspringen.

Die Spiellogik ist eine Eigenentwicklung und rechnet auf iOS und Android bitgleich: Dieselben Eingaben ergeben denselben Flug.

Gemacht für große Bildschirme

Skybeard ist ein Hochformat-Spiel, wird auf großen Bildschirmen aber nicht einfach gestreckt. Auf dem iPad quer, auf Android-Tablets und aufgeklappten Faltgeräten wird der Bildschirm zum Erfinder-Buch: Auf der einen Seite läuft das Spiel, auf der anderen liegt das Notizbuch des Professors in Handschrift. Der Professor fliegt als eingeklebtes Foto mit, jubelt beim Stern und steht nach einem Absturz rußig da.

Das Erfinder-Buch auf dem iPad: links das Notizbuch des Professors mit Logbuch, Bauplan des Segelfliegers und Fortschritt, rechts der Flug durch eine Höhle an der Küste
Das Erfinder-Buch auf dem iPad: links das Notizbuch des Professors, rechts das Level.

Halb aufgeklappt wird ein Faltgerät zur Konsole: oben das Spiel, unten ein Steuerpult wie bei einer Handheld-Konsole. Der Finger verdeckt so nie mehr die Maschine. Auf dem iPhone Duo sind beide Darstellungen schon zum Marktstart am 23. Oktober dabei.

iPhone Duo halb aufgeklappt: oben das Level an der Küste, unten das Steuerpult mit der Höhenleiste für die Magnetkapsel
Halb aufgeklappt wird das iPhone Duo zur Konsole.

Das iPhone Duo kam dazu, als das Spiel eigentlich schon fertig war. Ich habe mich trotzdem entschieden, Skybeard noch dafür zu optimieren, und musste mich damit zwangsläufig mit allen Bildschirmmöglichkeiten des neuen iPhones auseinandersetzen: dem Außenbildschirm und dem Innenbildschirm – hochkant, quer und geklappt. Gerade für Entwickler ist das ein sehr besonderes Gerät: Die Bildschirmformate sind komplett neu, und daraus ergeben sich durchaus ein paar interessante Konzepte. Davon hat am Ende auch das iPad profitiert, auf dem Skybeard bis dahin nur hochkant lief, denn mit dem Duo kam das Erfinder-Buch dazu. In einem zweiten Schritt habe ich das Buch abschaltbar gemacht. Damit sind die Level auch im Querformat über die ganze Breite spielbar – auf dem iPad mit und ohne Buch, auf dem Duo natürlich auch.

Den geklappten Modus hätte ich am Anfang ganz vergessen, dabei verlangt er noch einmal eine völlig andere Art der Bedienung. Halb aufgeklappt erinnert das Duo ein bisschen an den Nintendo DS. Dafür habe ich das Steuerpult gebaut, das auf die Steuerung jeder einzelnen Flugmaschine eingeht. Gesteuert wird dann nicht mehr auf dem Spielbild, sondern auf dem Bildschirm darunter – je nach Maschine per Druck oder über eine Art Positionsregler. Die Steuerung auf einen „anderen“ Bildschirm zu verlegen, ergibt tatsächlich ein ganz neues Spielgefühl.

Kostenlos, ohne Druck

Skybeard ist kostenlos, und alles im Spiel lässt sich ohne Kauf erreichen. Werbung gibt es nur zwischen den Leveln – frühestens alle drei Level und nie in den ersten fünf Minuten. Wer sie nicht möchte, schaltet sie mit einem einmaligen Kauf ab. Dazu kommen ein paar kleine Pakete, ohne Abo und ohne Zufallsboxen. Ein Konto braucht man nicht: Der Spielstand bleibt auf dem Gerät.

Jetzt spielen

Karte 1 ist erst der Anfang, eine zweite Karte ist schon in Arbeit. Bis dahin lade ich jeden ein, ein paar Level mit Skybeard zu erleben – kostenlos, in zwölf Sprachen, für iPhone, iPad und Android. Alles Weitere zum Spiel steht auf games.realmaker.de.

Laden im App StoreJetzt bei Google Play

Häufige Fragen zu Skybeard

Gibt es Skybeard auch für Android?

Ja. Seit dem 17. Oktober 2026 gibt es Skybeard bei Google Play, für Smartphones, Tablets und Faltgeräte ab Android 8. Für iPhone und iPad gibt es Skybeard seit dem 15. Oktober im App Store, ab iOS 17.

Was kostet Skybeard?

Nichts. Skybeard ist kostenlos, und alles lässt sich ohne Kauf erreichen. Werbung läuft nur zwischen den Leveln und lässt sich mit einem einmaligen Kauf für 5,99 € abschalten.

Ist Skybeard zu schwer?

Schwer ja, unfair nein: Jedes Level hat ein Computer-Pilot geschafft, bevor es ins Spiel kam. Nach fünf Fehlversuchen darf man ein Level überspringen.

In welchen Sprachen gibt es Skybeard?

In zwölf: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch (Brasilien), Japanisch, Koreanisch, Chinesisch (vereinfacht und traditionell), Russisch und Türkisch.

Ab welchem Alter ist Skybeard geeignet?

Skybeard ist ohne Altersbeschränkung freigegeben: USK 0, PEGI 3, im App Store ab 4 Jahren.

Michael Rademacher

Gründer von realmaker

Michael Rademacher gründete realmaker 2003. Er entwickelt WordPress-Websites und Software, produziert Filme und Livestreams und schreibt hier über das, was er in Kundenprojekten lernt.

Über Michael

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